Pepe

... auf diesen Namen hört mein treuer Schweinehund. Wie alle Schweinehunde kann man ihn nicht sehen. Aber er begleitet mich überall hin. Im folgenden beschreibe ich meine ganz persönliche Schweinehund-Theorie:


Angeblich braucht der Mensch Ziele, damit er sich motiviert an die Arbeit macht. Angeblich ist es egal ob das berufliche oder private Ziele sind. Ohne Zielsetzung läuft angeblich garnichts. Mein Schweinehund, Pepe, und ich kennen diese Behauptung in sportlicher Hinsicht so nicht. Pepe will einfach immer nur raus ,raus, raus, toben, laufen glücklich sein. Er behauptet, das sei sein Jagdtrieb. Dabei ist der Kühlschrank auch ohne seine Herumrennerei voll. Mir geht es ähnlich, allerdings bin ich die, die den Kühlschrank füllt. Wir brauchen kein ambitioniertes Ziel für unsere Herumrennerei, wir laufen gerne, auch wenn Sportspsychologen darin ein hohes Suchtpotential vermuten.


Jeder kennt den Schweinehund als den großen Verhinderer. Faul, lethargisch, gefräsig und antriebslos macht er unsere Bemühungen zu nichte fitter zu werden oder zu bleiben, gesünder zu leben oder aktiver. Er knurrt bedrohlich sobald wir an die Laufschuhe denken. Haben wir diese erste Hürde jedoch überwunden und stehen mit Joggingschuhen im Flur zerbröselt er mit subtilen Argumenten unser löbliches Vorhaben. Er sagt es sei zu kalt, zu warm, zu nass, zu trocken, zu sonnig, zu wolkig und überhaupt bei diesem Wetter, ganz grundsätzlich, treibt keiner Sport. Außerdem sollte man lieber mit der Freundin telefonieren oder den leckeren Kuchen backen, den alle so gerne essen. Meistens setzt er sich durch und thront erhaben auf seinem rosa Samtkissen. Wir ziehen die Schuhe aus und sagen: aber morgen, morgen gehen wir joggen.


Tja, bei meinem Schweinehund ist das anders. Er knurrt wenn ich mal auf die Couch liegen will. Er knurrt sogar wenn ich ins Büro gehe oder wenn ich den Haushalt auf Vordermann bringe. Es zieht ihn magisch hinaus in den Wald. Absolut jedes Wetter findet er einfach nur großartig. Wenn wir uns gegen den Sturm lehnen müssen und Graupelkörner wie Nadeln in die Backen stechen, dann sehe ich ihn mit leuchtenden Augen schmunzeln. Brennt die Sonne erbarmungslos vom Himmel bleibt er gelassen und genießt die Wärme. „Essen kochen wird überbewertet“ sagt er. „Lass uns lieber eine Stunde länger draußen sein. Du kannst ja nacher ein Brot essen.“


Egal welches Temperament unser Schweinehund bestitzt und das ist nun meine Theorie, wir sind der Chef. Wie jeder richtige Hund muss er uns gehorchen - nicht umgekehrt.


Immernoch Interresse an meiner Homepage, dann bitte hier weiter


Zwei beispielhafte Geschichten, die ich mit Pepe erlebte erreicht man über die folgenden Bilder.